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Hallo! Hier folgen spannende Einträge rund um Sprachen, fremde Kulturen, Reisen und Co. Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Am 02.12.2021

Hallo an alle Sprachbegeisterte! Diesmal hat es ein bisschen länger gedauert, aber endlich erscheint der nächste Blogeintrag. Der November war von einem spannenden Erlebnis – nein, ich bin nicht erneut schwanger – geprägt, und zwar geht es hier um meinen Besuch der Buchmesse Wien. Es war mein allererstes Mal auf einer Buchmesse im Ausland. Da Bücher mich nach wie vor begeistern und der Verlag, der mein Buch veröffentlichte, vor Ort anwesend wäre, habe ich es nicht lange überlegt und buchte ein Messeticket für einen Tag. Das erste Gefühl war… Freiheit und Gelassenheit! Ich war da ohne Kind und hatte ausreichend Zeit, um mir die Stände in Ruhe anzuschauen. Ich kam ins Gespräch mit unterschiedlichen Leuten und konnte sogar meine Buchbetreuerin sowie zwei Verlagsautorinnen persönlich kennenlernen. Ich erfuhr, dass Russland Gastland war und Bücher zahlreicher russischsprachiger AutorInnen erhältlich waren. Als ehemalige Russischlernende einfach verführerisch! Es war mir trotzdem bewusst, dass ich mit meinen Russischkenntnissen noch nicht in der Lage bin, einen Roman in dieser Sprache mühelos zu lesen. 

Das Schönste an der Veranstaltung war die Stimmung der Besucher. Es fühlte sich wie eine Welt reich an Ideen, Gedanken, Erfahrungen und vor allem Inspiration. Etwas hat sich in mir bewegt und zur folgenden Schlussfolgerung gebracht: Ich will ein zweites Buch schreiben! Wann es soweit geht, bleibt momentan ein Rätsel. Zunächst möchte ich eine englische und/oder spanische Ausgabe meines Buches veröffentlichen lassen. 

Wart ihr bereits auf einer Buchmesse? Was hat euch dort besonders gefallen bzw. inspiriert? 

 

Estefanía RdK

 

Am 20.10.2021

Ein Freitagnachmittag im Oktober. Kurz nach der Arbeit schaue ich auf mein Handy und folgende Meldung von Gmail mit bunten Farben und großen Buchstaben erscheint auf meinem Bildschirm: der Speicherplatz wird voll! Zwei Möglichkeiten kamen in Frage: entweder einen Tarif wählen und mit mehr Speicherplatz in Zukunft zu rechnen oder alte, beziehungsweise unnötige Dateien, zu löschen. Da ich an dem Tag mit dem Zug gefahren bin, nutzte ich die Zeit, um alle Mails der letzten Jahre durchzuschauen und die größten Dateien zu löschen. Während dieses Prozesses entdeckte ich jede Menge Unterlagen für meine Arbeit als Sprachlehrerin, Bestätigungen und Unterlagen allerart, die etliche Erlebnisse in Erinnerung gerufen haben. Vom Unistudium in meinem Heimatland über meinen Aufenthalt in Frankreich bis zu meinen Lebens- und Berufserfahrungen in Österreich. Ich sah, welche Aufgaben ich damals verteilt habe. Oder diejenige, die ich im Laufe meiner Ausbildung selbst lösen musste. Genauso wie hunderte gesendete Bewerbungen, Vorlagen und gescannte Dokumente.

Diese Löschaufgabe, die am Anfang mir eher Ärger bereitete, da ich weniger Lust darauf hatte, hunderte Mails zu überprüfen und selektiv zu löschen, wurde zu einer Revelation: unser Leben, sowie das Sprachenlernen, ist von tausenden kleinen Schritten geprägt. Ähnlich wie ein Marathon oder eine Reise kommt man nur ans Ziel, nachdem zahlreiche Kilometer durch Fleiß, Energie, Geld und Planung (für die Reise) hinter uns blieben. Viele Dinge, die uns heutzutage selbstverständlich wirken, sind gegebenenfalls das Resultat großer Anstrengung inklusive Verzweiflung, Frust und/oder Ratlosigkeit. Ich habe an alle Amtswege gedacht, die es mir erlaubt haben, nicht nur ein neues Leben im Ausland zu beginnen, sondern auch verschiedene Bildungs- und Berufswege zu gehen. Ohne all diese Ereignisse wäre ich höchstwahrscheinlich nie Sprachtrainerin geworden oder auf die Idee gekommen, ein Buch auf Deutsch zu schreiben.

Welche Erlebnisse haben Euren Sprachlernprozess stark geprägt? Könnt Ihr euch noch daran erinnern? Ich freue mich auf Eure Kommentare! 

 

Estefanía RdK

 

Am 11.09.2021

Hallo an alle Sprachbegeisterte! Diesen Blogbeitrag schrieb ich ebenfalls vor ein paar Jahren. Während meiner Arbeit als Sprach- und Nachhilfelehrerin hörte uns höre ich nach wie vor diese Frage, egal in welchem Niveau oder Alter die Schüler/Studenten sind. Für viele bedeutet neuer Wortschatz eine große Herausforderung, denn neue Vokabeln verlangen normalerweise viel Zeit und Geduld, bis man sie beherrschen kann. Meiner Meinung nach sind die Vokabellisten am Ende jedes Sprachlehrbuches eher einschüchternd – alphabetisch geordnete Wörter, die zu einem bestimmten Thema gehören, die aber mühsam auf einer Liste zu merken sind.

Dafür empfehle ich, kurze Texte oder Sätze mit diesen Vokabeln zu erfassen. Man kann auch jedes Wort auf kleine Papierzetteln mit seiner Übersetzung auf der Rückseite aufschreiben. Mit den Zetteln ist es möglich, ausreichende Sätze zu bilden, das Gedächtnis zu trainieren oder einfach spielerisch die Vokabeln lernen. Bildwörterbücher sind auch für visuelle Lernende ziemlich nützlich, weil man sich auf die Bedeutung und nicht unbedingt auf die Übersetzung des Wortes konzentriert.

Für die ,,musikalischen“ Lernenden ist es hilfreich, die Wörter laut zu wiederholen oder Sätze in die Muttersprache oder umgekehrt zu dolmetschen. Nicht zu vergessen, dass Vokabeln am besten gelernt werden, wenn man sich die Zeit nimmt, sie endgültig im Kopf zu speichern. Auch Kinder, die eine Fremdsprache leichter lernen können, benötigen viel Wiederholung, bis sie Wörter richtig aussprechen und verwenden können.

Optimal ist es, nicht einen Tag sondern eine Woche vor einer Prüfung den Wortschatz Schritt für Schritt zu lernen.

Wie lernt ihr denn neue Vokabeln und Begriffe in einer Fremdsprache? Folgt ihr einer bestimmten Methode?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Estefanía RdK

 

Am 02.09.2021

Hallo an alle Sprachlernende! Ich teile hier einen kleinen Blogeintrag mit, den ich vor ein paar Jahren schrieb, als ich Schülerinnen und Schülern Nachhilfe gab. Im Gegensatz zu meinem aktuellen Job unterrichtete ich damals meistens im Einzelunterricht. Bei zwei Nachhilfeanbietern war es aber anders, denn dort wurde der Unterricht in kleinen Gruppen bestehend aus 3-5 Schülern bevorzugt. Sie setzen nach wie vor auf eine gelungene Lernatmosphäre innerhalb einer Gruppe, auch wenn jeder Schüler bestimmte Bedürfnisse hat.

Toll, dass ihr in der Schule, für den Beruf oder fürs Leben eine oder mehrere Fremdsprachen lernt. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele leider Schwierigkeiten mit den Sprachen in der Schule haben: strenge Lehrer, wenige Erklärungen, zu viel Stoff auf einmal, Stress mit anderen Fächern usw. Als Erwachsene hat man oft wenig Zeit, um sich mit der Fremdsprache aktiv zu beschäftigen und man kann die Motivation eher schnell verlieren. Um eine Sprache effizient zu lernen ist es manchmal eine zusätzliche Unterstützung notwendig, um die Grundkenntnisse zu vertiefen und Fortschritte in den bekannten 4 Fähigkeiten beim Sprachlernen (hören, lesen, schreiben, sprechen) zu machen. Ich bin der Meinung, Einzelunterricht kann dem Schüler/dem Studenten am besten helfen, indem er seine Stärken und Schwächen merkt und bewusster lernt.

Wie ist es bei Euch? Lernt Ihr am liebsten im Einzel- oder Gruppenunterricht?

Ich freue mich schon auf Eure Kommentare!

Estefanía RdK

2 Kommentare


  1. Danke für die interessanten Einblicke zu einem wichtigen Thema! Ich freue mich auf weitere Einträge!

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